Ein Dorf an einer malerischen Bucht im Süden Sri Lankas bildet die Bühne für ein kleines, archaisches Projekt. Ein Gasthaus mit direktem Bezug zum indischen Ozean wird aus einer skulpturalen Verschränkung von Innen- und Aussenräumen gebildet. Eine Folge von Hofräumen und raumhaltigen Mauern umschliesst vier Gästezimmer mit Aussenduschen und direkter Sicht auf das Meer. Zwei Aussentreppen erschliessen eine öffentliche Dachterrasse mit einer Feuerstelle und einer erhöhten Kanzel, mit spektakulärer Aussicht über Eck auf Küste und Meer. Das Bauwerk ist in kleinen Arbeitsschritten in Ortbeton gegossen, die rohen Oberflächen wiederspiegeln das lokale Handwerk mit beschränkten Mitteln die zur Verfügung stehen. Sämtliche Öffnungen sind als winddurchlässige Holzläden formuliert, geschlossene Fenster oder Verglasungen gibt es keine. Eine differenziert gestufte Bodenplatte mit unterschiedlichen Höhen und Ebenen berücksichtigt einerseits die massiven Regenfälle während der Regenzeit, und erlaubt andererseits eine feine Ausbildung von Schwellen und räumlichen Hierarchien.

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Bed & Breakfast, Hiriketiya, Sri Lanka
Direktauftrag
Planung und Ausführung 2016–2018