Die Hauptstadt Äthiopiens unterliegt seit geraumer Zeit radikalen Veränderungsprozessen. Das stetige Wachstum der Bevölkerung sowie eine anhaltende Landflucht generieren eine kaum zu bewältigende Nachfrage nach Wohnraum. Während drei Monaten haben wir die örtlichen Bedingungen, die Qualitäten und Defizite der gewachsenen Slumstrukturen sowie Rituale und Formen des nachbarschaftlichen Zusammenlebens in der Millionen- Metropole untersucht. Soziale Netzwerke spielen dabei eine ebenso grosse Rolle wie unterschiedlichste Formen der Aneignung. Die Studie hinterfragt kritisch das Baugeschehen Vor Ort welches sich überwiegend an schneller Bauproduktion und Rendite orientiert. Stattdessen werden die Möglichkeiten einer lokalen und spezifischen Verdichtung untersucht, welche aus den klimatischen, kulturellen und sozialen Bedingungen heraus entsteht, und damit nachhaltig und eigenständig bestehen kann.

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Addis Ababa 2009 – Spezifität, Dichte, Identität
Städtebauliche Studie, 2009